“Soft” (2013)

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Vier junge Männer in blauen Jeans und weißen T-Shirts betreten die Bühne und essen sehr langsam und irgendwie schelmisch rote Äpfel. Nach einigen Bissen tauschen sie die Äpfel ohne Grund und Logik hin und her, sie essen die Äpfel gemeinsam. “Soft” erzählt von einer besonderen Form freundschaftlichen Zusammenlebens und nimmt das Publikum mit auf eine immer merkwürdiger werdende Reise, in der die vier Männer Ballett tanzen, einem Meerjungvolk begegnen und schließlich zusammen ein Kind bekommen. Die Tanztheaterperformance wird gerahmt von einer Hörspiel-Erzählung, in der es im weitesten Sinne um Männlichkeitsbilder, um die Linie zwischen Freunschaft und Homoerotik, um Zärtlichkeit und Grobheit geht.

Eine Theaterproduktion von und mit cobraanker.cobra a.k.a. Thermoboy FK.
PERFORMANCE Florian Brunken, Moritz Brunken, Janis Fisch, Felix Scheer | CHOREOGRAFIEN Anna Hadzelek | REGIE, PRODUKTION Anna Fries, Jasper Tibbe | LICHT Manuel Melzer

“Soft” wurde gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur und die Friedrich Weinhagen Stiftung. In Kooperation mit dem Theaterhaus Hildesheim und cobratheater.cobra.

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Bisherige Aufführungen

23.-25. Apr + 15.-16. Nov ’13 – Kulturfabrik Löseke Hildesheim
17. + 18. Nov ’13 – Schlachthof Bremen
06. Jun ’14 – Festival ARENA Erlangen
21. + 22. Aug ’14 – Festival Freifeld Oldenburg
31. Okt + 01. Nov ’14 – Festival cobrafrühling.cobra Ballhaus Ost Berlin
23.+24. Okt ’15 – Schwankhalle Bremen

 

„Die beiden jungen Regisseure Jasper Tibbe und Anna Fries haben ein mehrstimmiges, leicht schräges Popmärchen auf die Bühne der Kulturfabrik gebracht. [...] Die Anspielungen an Konsum und Oberflächen-Fetisch sind mit den Händen zu greifen und werden in klugen Solo-Auftritten der Körperlichkeit ausgestellt. Die Reise der jungen Männer wird zu einem Trip. Identität und sexuelle Orientierung sind die eigentlichen Ziele, verpackt in eine ironische und gleichzeitig sanfte Theaterrevue. [...] “Soft” besteht aus vielen, wunderbar harmonisch inszenierten Tanzszenen, die von Florian Brunken, Moritz Brunken, Janis Fisch und Felix Scheer ohne perfektionistischen Drang verkörpert werden – die Körper sind ein erzählerisches Mittel. [...] Zwischen Kitsch und echter Sehnsucht liegen in dieser Inszenierung buchstäblich nur wenige Schritte – das macht sie besonders.“
(Stephanie Drees, Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 25.04.2013) https://scontent-b-lhr.xx.fbcdn.net/hphotos-xpa1/t31.0-8/s720x720/10494985_770500592993844_8248489938174478811_o.jpg

„Auch wenn schallendes Lachen im Publikum zu hören ist – albern wird das Ganze nicht. Trotz der tra­shi­gen Skur­ri­li­tät oder gerade des­we­gen blei­ben die humo­ris­ti­schen Ele­mente sub­til, fla­chen nicht ab und ent­spre­chen der Viel­schich­tig­keit des gesam­ten Stü­ckes und der einer wirk­li­chen Freund­schaft – die durch die gewählte Form nicht nur ratio­nal, son­dern vor allem emo­tio­nal erfahr­bar gemacht wird.“
(Vera Pods­kalsky, reflexmagazin.de) http://www.reflexmagazin.de/2014/07/07/meerjungsfrauen/

“Soft” beim Freifeld Festival Oldenburg

Ein Radiobeitrag des Radio Z Erlangen zu “Soft”


Alle Fotos: (c) Paula Reissig